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Woodstock am Bistensee oder Rasmus Openair '06von Lars Okay, zwar hatte die Feierlichkeit keinen direkten Namen, außer vielleicht „18ter Geburtstag,“ aber so wie ich sie oben aufführe, kann man die Veranstaltung des letzten Samstags wohl nennen. Vier Bands, zwei DJs und ein wunderschönes Seegelände ergaben Hausrocking vom Feinsten (und das draußen!). Ich traf bereits gegen 18 Uhr dort ein, meine Stimmung lag zu dieser Zeit auf dem Nullpunkt, da das Wetter nach Regen aussah und irgendwelche Hippies mir meine Würstchen geklaut hatten (das war Fleisch und kein Tofu!). Doch nachdem Eric seinen gefürchteten dritten Liter Cola geleert hatte und wir fröhlich anfingen einen allgemein bekannten Stadionpolitiker der dreißiger Jahre zu zitieren, brach in mir nun langsam auch die gute Stimmung aus. Gegen 20.15 Uhr, einige Gäste hatten sich bereits eingefunden, startete die erste Band mit Pete-Doherty-Heroin-Frontman, weiblicher Schlagzeugerin und einem E-Bass; White Stripe Covers. Meine Meinung? Jeder fängt mal klein an und so waren auch die meisten Leute froh, als der Gastgeber Rasmus selbst zur Gitarre griff und mit seiner Band „Azubis“ den zweiten Gig des Abends spielte. Musikalisch ein Fest für die Ohren, der Inhalt eher kontrovers. Nummer drei an diesem Abend stellte eine Hardcore-Speed-Death-mit KISS Make-up verzierte-Metal-Band. Musikalisch wie inhaltlich gar nicht meine Welt, doch für Fans des Genres bestimmt eine Freude. Ich war froh als der Mainact, die „Blind Objects“ gegen 22.50 Uhr die Konzertbühne betraten und mit Funkrock feinster Sorte das nun auf knapp 100 Leute angewachsene Publikum anheizte. Ab diesem Zeitpunkt ballten sich die Ereignisse: Wanky und Käthe gingen im Bistensee baden, Colin wurde jede Minute besoffener und gegen 23.45 Uhr betraten zwei Vinylfreunde den Perserteppich des kleinen Konzertzeltes. Ich war einer der beiden jungen Herren und schnell beherrschte die Frage ob das Publikum, welches ja bis gerade eben nur mit Rock versorgt wurde, auch auf den einen oder anderen Hip-Hopfeger flashen würde. Zweifelsohne von den blinden Objekten vorbereitet (und natürlich den anderen Bands auch) wurde die Stimmung nun jede Minute besser und immer mehr erfreuten sich an dem kontrastreichen Programm von Dag und mir. Schön, und es freuten sich der Gastgeber, die DJs und selbstverständlich das Publikum. Der später folgende Blick zum Himmel zeigte gegen Ende des Abends eine gelungene Parallele zur Feier: Die Wolken waren verschwunden und ein sternklarer Himmel war vom Bistensee aus zu sehen. Chill-Mukke und eine Sitzrunde am Feuer zeigte allen, dass es bald zu Ende sein würde und um Viertel nach drei fuhr ich nach Hause und schlief zufrieden ein. |
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